Starke Zunahme von Verkehrsstaus

Privater Strassenverkehr

Starke Zunahme von Verkehrsstaus

27. März 2024 agvs-upsa.ch – Im vergangenen Jahr haben die Staus auf den Nationalstrassen weiter zugenommen auf ungefähr 40'000 Stunden. Gleichzeitig sind auch die Reserven des Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrs-Fonds (NAF) weiter angestiegen. Bei den CO2-Emissionen setzte sich der Abwärtstrend auch 2023 fort, sowohl bei den Neuzulassungen als auch bei den tatsächlichen Emissionen aus dem Strassenverkehr.


Im vergangenen Jahr haben die Staus auf den Schweizer Nationalstrassen weiter zugenommen. Foto: iStock

pd. Im Jahr 2022 betrug die Verkehrsleistung des motorisierten Individualverkehrs (MIV) fast 90 Milliarden Personenkilometer und verzeichnete damit ein Wachstum von mehr als 5 Prozent. Im selben Zeitraum blieb der Güterverkehr mit über 17 Milliarden Tonnenkilometern, welche auf der Strasse zurückgelegt wurden, relativ stabil. Gleichzeitig erreichten die Staus auf den Nationalstrassen mit 39’863 Stunden einen neuen, traurigen Rekord. Olivier Fantino, Geschäftsführer von Strasse Schweiz, sagt dazu: «Diese Zahlen belegen sowohl die Resilienz als auch die Bedeutung des Nationalstrassennetzes für das Funktionieren des Landes. Dennoch müssen die Engpässe auf den Nationalstrassen dringend beseitigt werden, um eine Erhöhung des Unfallrisikos und eine Verlagerung des Verkehrs auf das kantonale oder kommunale Netz zu vermeiden.»

Verfügbare finanzielle Mittel
Die NAF-Reserven sind weiter angestiegen und beliefen sich per 1. Januar 2023 auf rund 3,8 Milliarden Franken. Diese Mittel sind insbesondere für die Beseitigung von Staus und die Fertigstellung des Auto-bahnnetzes bestimmt. Olivier Fantino unterstreicht: «Die gebildeten Reserven stammen zu 100 Prozent von den Verkehrsteilnehmenden. Sie ermöglichen die Finanzierung des Ausbauschrittes 2023 der Nationalstrassen ohne Erhöhung von Abgaben oder Steuern – es besteht also keine Konkurrenz zur Finanzierung des Schienenverkehrs oder anderer Bundesausgaben.»

Rückgang der CO2-Emissionen
Nach Abzug der obligatorischen Kompensations-Massnahmen hat der private Strassenverkehr im Jahr 2022 rund 11,73 Millionen Tonnen CO2 ausgestossen, was einem Rückgang der CO2-Emissionen pro Fahrzeugkilometer um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 entspricht. Bei den Neuzulassungen betrugen die durchschnittlichen Emissionen nach Schätzungen von Strasse Schweiz 118 g/km (nach dem 2021 eingeführten Messverfahren «WLTP»), was einer Reduktion um rund 50 Prozent im Vergleich zum Jahr 2000 entspricht. Olivier Fantino stellt fest, dass «diese guten Ergebnisse von den grossen Anstrengungen der Industrie zeugen, immer effizientere Fahrzeuge auf den Markt zu bringen, sowohl bei den Personenwagen als auch bei Nutzfahrzeugen. Der Abwärtstrend wird sich fortsetzen.»
 
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